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Today's quote:

Wednesday, October 7, 2026

The regrets you're having when you're not having regrets

 

 

The above chart shows the BHP share price over the past twelve months. See that high in March, followed by that dip April, and the high in June, followed again by a dip in July? Or that even higher high in September, when the shares reached an intra-day high of $68.77, only to drop again below $60 afterwards?

Did I sell out high in March and buy back low again in April? Did I sell out high in June and buy back low again in July? Did I sell out in September and buy back low when they dropped below $60 later? Of course not!

That's what they taught you in all those Day Trading Seminars that blossomed all over the country some twenty years ago. It's called the "Hindsight Trading Method", and it always works, but only in hindsight.

I am still sitting on my BHP shares which are steadily increasing in value while I collect their twice-yearly dividends. (I was going to write 'bi-annual' to make it sound more impressive, but to some that may mean 'twice a year' while others subscribe to the meaning 'every two years'.)

 

 

It's the regrets you're having when you're not having regrets.

 


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Eine Reise in die 50er Jahre

 

 

Das Deutschland in den 50er Jahren - und den frühen 60er - ist das einzige Deutschland das ich kenne denn in 1965 ging ich schon ab nach Australien. Vom Wirtschaftswunder erfuhr ich gar nichts denn in unserem Zuhause lebten - existierten - wir, die Eltern und fünf Kinder, nur von der Kriegsrente unseres Vaters und jeder Pfennig wurde dreimal umgedreht.

Dennoch gaben wir dem heiß erwarteten Geldbriefträger, der monatlich Vatis kleine Rente ins Haus brachte, immer sein 50-Pfennig Trinkgeld. Der Rest ging dann gleich zum Lebensmittelgeschäft an der Ecke bei dem wir den ganzen Monat angeschrieben hatten.

Ich fing mit 14 Jahren an zu arbeiten denn selbst mein Lehrgeld, so klein wie es auch war, half mit uns über die Runden zu bringen. Da war vom Wirtschaftswunder keine Spur. Schreckliche Kindheit? Wieso? Wir waren so an kaputte Städte und Trümmergrundstücke und fehlende Badezimmer und Klos auf der Unteretage gewöhnt daß es uns gar nicht armseelig und schrecklich erschien. Wir kannten nichts anderes.

Als wir mit der Berliner Luftbrücke aus dem Osten kamen, wohnten wir zuerst in einer Gartenlaube ohne Licht und fließendem Wasser. Dann in einer Zwei-Zimmer Wohnung die wir uns mit einem anderen Ehepaar teilen mussten das uns vom Wohnamt zugewiesen war. Schlange stehen vor dem Klo war da nichts außergewöhnliches. Man musste sich dann immer beeilen obwohl es genug Lesestoff gab denn das "Klopapier" waren alte Zeitungen die ich in kleine Viertel verschneiden musste. Dadurch habe ich das Lesen früh gelernt und wurde eine Leseratte.

In die Ferne gehen - Reisen - war damals ein Luxus für reiche Leute und selbst Fernsehen kam nur viel, viel später. Damals wurde auf der Straße ferngesehen vor dem Schaufenster eines Fernsehgeschäftes - siehe hier. Abends saßen wir in der warmen Küche und starrten auf das magische grüne Auge in unserem Blaupunkt-Radio aus dem ein Hörspiel kam oder wir spielten nächtelang "Mensch ärgere Dich nicht!" - siehe hier.

Und von dem meisten was sie auf diesen Dokumentarfilmen zeigen wusste ich auch nichts, denn für solche Dinge war kein Geld und keine Zeit da. Ich denke auch nicht daß ich viel verpasst habe. Ob die 50er Jahre besser waren - besser als was? - weiß ich nicht denn ich lebe seit 1965 in Übersee wo es zumindest anders ist.

"Es lebe die Nachkriegszeit, die ist fast so schön wie die Vorkriegszeit." ["Wir Wunderkinder"]

 


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Tuesday, October 6, 2026

Lighthouses at the end of the world

 

 

After a morning in town, during which Padma visited her GP and I was talked into enduring a bone-cracking Chinese massage, I came home with an armful of books which had been waiting to be rehomed from my favourite op-shop.

I had picked up the usual crop of non-fiction books: "How Australian Democracy Works - And Why We Need It More Than Ever", "The Dog Fence" by James Woodford, "Noise - A Flaw in Human Judgment" (clearly an American book judging by its missing 'e'), and a DVD of a French movie with the title "Indochine", still wrapped and displaying its original price sticker of $12 (was there really a time when we paid $12 for a DVD?), but what really quickened my pulse and made me gladly hand over another two dollars was a handsome hardcover book titled "A Brief Atlas of the Lighthouses at the End of The World".

 

 

After an excerpt from Jules Verne's book "The Lighthouse at the End of the World", which had also been made into a movie with Yul Brynner, neither of which I had ever heard of, and a short prologue by the author, José Luis González Macías, it describes thirty-four lighthouses around the world, from the Adziogol Lighthouse on the Black Sea to the Wenwei Zhou Lighthouse in the South China Sea.

 

Made by the National Film Board 1949. Directed by Lionel Trainor. "The life of the lighthouse keeper is a lonely one, but his work is vital to the safeguard of shipping. His first duty is to care for the light which must be kept working accurately at all times. A six months supply of food must be kept in store. His children are taught by correspondence. The transmission of messages and warnings to ships in storms and back to the authorities on the mainland is a vital part of his work. The arrival of the supply ship brings a welcome break to the loneliness and monotony of his life. This film illustrates the life of the keeper on remote and barren Maatsuyker Island off the coast of Tasmania."

 

I will explore all of them in good time, but I began with the lighthouse on Maatsuyker Island at the most southern point of Tasmania, the only Australian entry in the book. One of its lighthousekeepers, John Cook, who served at Maatsuyker for eight years, also wrote a book about his experience there and on several other lighthouses.

 

 

His book "The Last Lighthouse Keeper" is already on my list of books to read; however, in the meantime, this audiobook preview will do me.

 

 

That is to say, I shall read it after I have read about and researched all the other thirty-three lighthouses mentioned in this beautifully presented "Brief Atlas of the Lighthouses at the End of the World".

 

 

Not that they would ever accept an eighty-year-old lighthousekeeper - although there once was a blind lighthousekeeper at the Svyatonossky Lighthouse in the Barents Sea - so to me my many books will remain my lighthouses erected in the sea of time.

 


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"Im Grunde genommen war es eigentlich Scheiße!"

 

6.10.2005

Lieber Peter,
ich merke das meine Zeit abgelaufen ist.
In der letzten Zeit hatten wir guten Kontakt und ich habe über viele Dinge nachgedacht.  Ich möchte Dir sagen, wie schade ich es finde das wir uns  lange nicht sehen konnten, und es auch nicht mehr werden. Vielleicht oder sehr wahrscheinlich werde ich bereits Tod sein, wenn Du diesen Brief liest.  Ich hätte nicht gedacht das meine letzten Tage so grausam sein werden.  Ich kann kaum noch etwas sehen, kann nicht mehr laufen und auch nicht mehr Essen, von Tag zu Tag werde ich dünner und schwächer.  Gerne hätte ich noch Padma kennengelernt, und gesehen wie Ihr lebt.  Für Euch wünsche ich alles Gute und Gesundheit für die Zukunft.  Durch Pfleger Marco, dem ich vertraue und guten Kontakt have lasse ich diesen Brief schreiben, da ich selber nicht mehr in der Lage dazu bin.  Rückblickend hatte ich ein gutes Leben, im Grunde genommen war es eigentlich Scheiße! Ich hätte gerne eine eigene Familie gehabt, und das habe ich gerade in den letzten Jahren sehr vermisst.  Ich hatte immer die Hoffnung dich noch einmal zu sehen.  Jetzt stirbt mit mir auch diese Hoffnung.  Es machte mich sehr glücklich das Du in dieser meiner schwarzen Zeit so für mich da warst, wenn es auch nur über Telefon oder Internet möglich war, so war es mir doch sehr wichtig.  Jeden Morgen wenn ich wach werde frage ich mich "warum" - warum muss ich diese Qualen ertragen.  Ich habe mit dem Pfleger und meinem Arzt gesprochen und werde mich jetzt sedieren lassen, das heisst ich werde mit Medikamenten  in ein Schlaf versetzt aus dem ich nicht mehr erwache. 

Ich denke an dich, vergiss mich nicht. 

Deine Schwester Bärbel.

 

Vor jetzt schon einundzwanzig Jahren starb meine älteste Schwester Bärbel, gerade 65 Jahre alt. In ihrem letzten Brief, geschrieben für sie bei ihrem Pfleger Marc Dörner, ermahnte sie mich "Ich denke an dich, vergiss mich nicht."

Ihr Pfleger schickte mir diesen Brief zusammen mit seiner eigenen Erkärung: "Sehr geehrter Herr Goermann, ihre Schwester bat mich den Brief den wir zusammen verfasst haben, erst nach ihrem Tod abzuschicken. In den letzten Wochen die sie bei uns war konnte sie sich leider nicht mehr adäquad ausdrücken. Ich habe viel mit ihrer Schwester über ihr Leben und auch über den Tod gesprochen, und ich hoffe das ich ihr ein wenig ihre große Angst vor dem Tod nehmen konnte. Ich habe ihr unzählige Male ihren Brief den sie etwa in November bekam vorgelesen, und wir haben die Augen geschlossen und uns vorgestellt nach Australien zu Reisen und bei ihnen zu sein, das hat ihrer Schwester sehr gefallen. Auch kurz vor ihrem Tod betreute ich ihre Schwester. Sie konnte nicht mehr sprechen dennoch hörte sie mit Aufmerksamkeit zu und drückte meine Hand, was mir die Gewissheit gab das sie genau versteht. Ich mochte ihre Schwester sehr, ihre Offenheit und direkte Art und auch oft ihre heitere Laune. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau alles Gute und grüße Sie ganz herzlichst aus Berlin. Marc Dörner"

Meine Schwester war fünf Jahre älter als ich, und hatte vielleicht noch mehr an der Scheidung unserer Eltern gelitten als ich. Vielleicht war es deshalb daß sie schrieb "Im Grunde genommen war es eigentlich Scheiße!" Man gab ihr Medikamente die sie in einen Schlaf versetzte aus dem sie nicht mehr erwachte.

Sie und meine andere ältere Schwester und mein älterer Bruder blieben alle in Deutschland hängen, während ich das Glück hatte mir weit weg vom Elend des Elternhauses in Australien ein neues Leben aufzubauen.

Ich weiß jetzt schon was am Ende meine letzten Worte sein werden: "Rückblickend, abgesehen von den sehr schweren Anfängen und den sehr vielen Problemen und der Ehescheidung von meiner wunderbaren birmesischen Frau die ich noch bis heute vermisse, im Grunde genommen war mein Leben eigentlich toll!" --- in English, of course!

 


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"There, but for the grace of God, go I"

 

 

In 1968/69 I lived and worked in Lüderitz in South-West Africa, or what is now Namibia. I shared the company accommodation with another young German, Karl-Heinz Herzberg - more about it here.

I left again, and only after another thirty years and another forty jobs in more than a dozen different countries did I finally come to rest here on the South Coast of New South Wales in Australia.

Not so Karl-Heinz: he got married in South-West Africa and stayed put. Today, more than fifty years later, he's still in the same place, living with his wife Dorle on a farm in the semi-arid interior of the country.

 

 

We were still in occasional contact with each other-when I heard that life in the now independent Namibia is far from ideal. Not politically and not at all in agricultural terms. There are some years when they just get by with the sale of cactus-jelly they originally started as a sideline. Here are more pictures. (Oops! The website has gone blank which may suggest that Karl-Heinz no longer makes cactus-jelly)

 

 

This could have happened to me too, because at the time I was still a German and South-West Africa was a real piece of Germany with German spoken as one of its three official langugages (Afrikaans and English were the other two), and streetnames like Kaiser-Wilhelm-Strasse and Zeppelinstrasse. Lüderitz, where I lived, might have been a suburb from 19th-century Hamburg or Bremen, with its "Kegelbahn" and "Turnhalle" and cottages with names picked out in Gothic lettering.

 

Yours truly posing for a photograph in Cape Town's main thoroughfare, then known as Heerengracht, or "The Gentleman's Canal" in Dutch, named after a canal in Amsterdam because a stream of water used to run down its centre from Table Mountain to Table Bay.

 

When it became known that I was about to leave, the then Volkskas Bank immediately offered me a job, and even agreed to transfer me to Cape Town. I spent another month in Cape Town and loved it but not its 'apartheid', and so I returned on the next available ship to Australia.

 

 

"There, but for the grace of God, go I."

 


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