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Today's quote:

Tuesday, December 6, 2016

I've just been to Hódmezővásárhelykutasipuszta

 

The tendency to look back contemplatively on one's life as one gets nearer to the end of it is a natural human instinct which I indulged in last night as I sat up late to watch the old German movie "Ich denke oft an Piroschka" (I often think of Piroschka). I had last seen it as a boy of 10 or 12 accompanied by my sisters, in a Sunday afternoon movie matinée.

 

 

And how the memories came back! Of my boyhood and youth and of the Piroschkas in my own life and the Hódmezővásárhelykutasipusztas I've been to! (Can I speak Hungarian? No, but I can be silent in several other languages!)

 

P.S. Hugo-Andreas (Andi) Hartung's book with the same title is based on the author's student days in Hódmezővásárhelykutasipuszta in 1925 when he was 23 years old. Somebody visited the place in 1990 and wrote,

"Mit diesem Film verbindet mich eine Besonderheit. Ich bin 55 Jahre alt und hatte als kleiner Junge diesen Film gesehen. Er hatte mich sehr angerührt. Als ich 1989 das erste mal in Ungarn war, dachte ich an den Film. Zurück in Deutschland war mein Interesse geweckt und ich begann nachzuforschen. Der Film Piroschka ist basiert auf den Roman von Hugo Hartung, 1972 gestorben. Was nicht jeder weiß, Hugo hieß mit vollem Namen Hugo-Andreas (Andi) Hartung. Ich besorgte mir also seine Biografie, und richtig, es gab eine wirkliche Piroschka. Aber wo war nun das Nest Hodmeövasarhelykutaspuzta? Ich wusste es lag an der Bahnlinie des Nachtzuges von Oroshza und da gab es wirklich einen Ort, der Hodmeövasarhely hieß. Ich ging also 1990 da hin. Das war aber nicht der richtige Ort und so fuhr ich der Bahnlinie nach Oroshaza entlang und kam nach Szekuttas, so heisst der Ort heute. Ja ja ich weiß, heute weiß man das in Sekunden bei einem Blick ins Internet. Aber 1990 war da nichts mit. Ich hatte nur das Buch und meine Neugier und ehrlich gesagt hat die Sache dadurch das es nun jeder übers Internet weiß an Reiz verloren. Also da stand ich nun in einer Kleinstadt und wusste noch nicht, das dies der gesuchte Ort war. An der Umgehungsstrasse standen mitlerweile hunderte von Häusern, aber wenn man die alte Dorfstrasse befuhr kam man an alten kleinen Häuschen und auch an einem Bahnhof vorbei. Ich suchte nun nach jemanden der mir helfen konnte und ging zum Dorfpfarrer in der Hoffnung er hätte was gelesen. Aber leider wusste er, wie die anderen Dorfbewohner auch, nichts von einem Film "Piroschka". Der Film war nicht dort gedreht worden und Ungarn war im Ostblock und von Deutschland ziemlich abgeschieden. Ich klärte ihn mit meinem Buch auf und er staunte nicht schlecht. Ich wusste ja, das Hugo Andi Hartung als Student 1925, also mit 23 Jahren hier gewesen war. Der Pfarrer schlug mir vor, nach einem der Ältesten im Dorf, dem Dorfschmied zu gehen, um ihn zu fragen. Der war nun sehr alt und damals, in 1925, 16 Jahre alt. Der erinnerte sich an die Sache denn ein Gast aus Deutschland kam damals wohl nicht so häufig vor. Er erzählte von den Beiden, Andreas und ...nein, Piroschka hieß die ECHTE Piroschka nicht. Er zeigte uns auch den Hof, in dem Hartung damals wohnte. Ein trauriger Anblick. Der Hof war völlig herunter gekommen und baufällig. Eine Schande für jeden Piroschka-Fan. Er gehörte übrigens damals dem Tierarzt. Der Bahnhof stand auch noch da, ein sehr schmuckloses Gebäude, zig Jahre Sozialismus hatten ihre Spuren hinterlassen. Der Bahnhof ist übrigens etwas größer als in dem Film. Ich erfuhr vom Schmied so manche andere Sachen, wie z.B. das "Piroschka" oben im Bahnhof wohnte, sie aber nicht die leibliche Tochter des Bahnhofvorstehers war sondern eine angenommene Tochter. Im darauf folgendem Jahr war ich dann wieder dort und brachte das Video von dem Film mit. Der Film ging durch das halbe Dorf.

Inzwischen interressierte dem Dorfpfarrer, der inzwischen mein Freund war, die Sache auch und ein oder zwei Jahre später gab mir der Dorfpfarrer dann eine frohe Nachricht. Er hatte die ECHTE Piroschka von damals gefunden. Sie wohnte etwa 80km entfernt von Szekuttas. Wir fuhren sie dann besuchen. Sie war inzwischen eine sehr alte Frau geworden die uns freundlich empfing und mit dem Pfarrer (er heisst Imre) auf ungarisch allerhand besprach. Imre übersetzte mir das dann. Zuletzt machten wir ein Foto von uns dreien und "Piroschka" schrieb mir was in mein mitgebrachtes Piroschka-Buch. So bin ich wohl einer der wenigen, der dieses Glück hatte. Ich fuhr jedes Jahr in den Ort und besuchte Imre. Dann kam die Nachricht, das Piroschka gestorben war. Tja, inzwischen ist alles anders, ich war rund 8 oder 10 Jahre nicht mehr dort. Mein Freund Imre schrieb mir, es gibt seit kurzem ein Piroschka-Museum. Meine Nachforschungen haben sich also gelohnt. Tja, das war die Geschichte von Piroschka und Andi (Hartung)."

Ich denke oft an Piroschka. Oft höre ich ihre Stimme, nachts: "Kérem, Andi! mach Signal!" und meine, ihre drollige Stirnlocke an meinem Gesicht zu spüren. Aber dann werde ich wach ... Wie es dazu kam --- das freilich kann ich nicht in jedem Traum wiederholen. Es ist eine zu lange Geschichte. Doch einmal muß sie erzählt werden. Inzwischen hat sich ja so viel geändert da unten in Ungarn. Vielleicht hat Piroschka selbst wieder eine Piroschka, die heute so alt ist, wie sie damals gewesen ist. Ich darf es jetzt erzählen - alles! Ganz von Anfang an ... So hat es begonnen: